Samstag, 4. Oktober 2008

Mit dem Motorrad durch die Teeplantagen von Munnar

Nachdem wir gestern mit einem sehr netten indischen Paerchen aus Bangalore mit nach Munnar fahren konnten kamen wir das erste Mal schnell und ohne nerviges Busfahren schon Mittags an. Munnar ist eine kleine Stadt in den Bergen, besser gesagt den Western Ghats. Zwar fast genauso chaotisch wie alle indischen Stadte, dafuer aber umgeben von riesigen Teeplantagen und weil es so hoch liegt sehr angenehmen Temperaturen.
Mal erklaert bekamen, was wir da Zwischenstopp zu einem leckeren Fruehstueck ein, bei dem wir endlichUnsere neuen indischen Freunde luden uns sogar bei einem assen. In Munnar angekommen halfen sie uns auch noch ein Hotel zu suchen, doch unsere gewuenschte Preisklasse lag einiges unter der ihren, weshalb wir in unterschiedliche Unterkuenfte einzogen. Trotzdem wurden wir noch zu einer, von ihrem fuer den Urlaub gemieteten Fahrer, private Sightseeingtour eingeladen, aber leider hatten wir aber keine Zeit da wir unser Zugticket zurueck nach Chennai buchen mussten (was wir schon von einer Woche haetten buchen sollen). und wollte das wir in einer Stunde wieder kommen, um uns dann zu sagen, dass alle Busse und Zuege wegen der Ferien ausgebucht waeren und verwies uns zum Naechsten. Im Hotel telefonierten wir wieder mit einem Andern, die meinten, wir muessen ueber Madurai zurueck mit lokalen Bussen was 3 mal solange dauert. Im naechsten wurdeUnd damit begann auch unsere Odysse durch die Travel Bueros. Das erste hatte keine Ahnung wenigsten nach Zuegen gesucht, allerdings nur 2 Minuten-dann hatte der Typ dort einfach keine Lust mehr und begann uns, die wir vor dem Traveltisch standen, vollkommen zu ignorieren & stattdessen irgendetwas zu rechnen. Erst auf unser Draengen klickte er 10 Sekunden im Computer rum und suchte jeweils nur Einen von 20 Zuegen in einer von 10 Klassen und einer von 5 Quoten durch und sagte uns, es gebe absolut keine Moeglichkeiten. Die naechsten 8 Reisebueros hatten zu und wir beschlossen im Internetcafe selber zu buchen - was nicht gerade einfach & total anders wie bei uns war, wie alles in Indien. Nachdem uns 3 verschiedene Gaeste und der Besitzer des Internetcafes dabei halfen, hatten wir aber nach dreieinhalb Stunden unsere Plaetze (Die letzten 2 in der gesamten Woche).
Am naechsten Morgen beschlossen wir uns ein Motorrad zu mieten und durch die Teeplantagen zu fahren. Fuer 5 Euro bakamen wir dann unsere alte, halb kaputte Yamaha mit leerem Tank und weil wir nicht noch mehr Geld abheben wollten tankten wir auch nur eineinhalb Liter, was nicht gerade schlau war, da wir eine Strecke von 80 Kilometern geplant hatten. (Nach Fuehrerschein oder Alter fragte natuerlich keiner und Helme hatten sie auch nicht.) Die Fahrt durch die Teeplantagen war einfach klasse, enge Kurfen, relativ wenig Verkehr, ziemlich neue Strassen, Berge, Fluesse, Seeen und ueberall kilometerweite Teeplantagen. Nach eineinhalb Stunden waren wir an unserem Ziel: einem Viewpoint von denem man eine super Aussicht ueber die Western Ghats hatte, leider aber weit und breit keine Tankstelle und alle die wir fragten wollten wie immer wieder nur Fotos mit uns machen und hatten keine Ahnung. Wir beschlossen trotz fast leerem Tank zurueck zu fahren und vertrauten auf unser Glueck. Dabei kam uns zu Hilfe, dass man ueber 15 Kilometer den Motor ausmachen und leise und die Berg runtergleiten konnte. (Schnell kann man hier eh nicht fahren, vorallem nicht ohne Helm). Am Schuss wurde es dann noch richtig kalt und begann sogar zu regnen, aber wir haben auf der Heimfahrt die langersehnten wilden Indischenelefanten gesehen, von daher war der Tag einfach top.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Markus, hallo Julia, ich bin
begeistert und grün vor Neid, was ihr alles so erlebt und richtig gut auf die Reihe bekommt. Habs doch gewusst, dass alles gut läuft,
und es die richtige Entscheidung war, auf Weltreise zu gehen.
Wenn ich mal ein bisschen Zeit habe,komme ich vorbei.
Solange haltet euch gesund, passt auf euch auf - wir beobachten euch weiter.
gruss Hans Jürgen und Stefan

Anonym hat gesagt…

Hallo Ihr beiden, kann mich meinen Brüdern nur anschliessen, obwohl ich nicht denke, dass das was für Stefan wäre. Er ist zwar einiges jünger als ich, aber doch nicht so abenteuerlustig wie Ihr. Lasst es Euch gutgehen, freue mich auf die nächsten Berichte dann ja aus Singapur.
LG von uns allen
Kristina