Samstag, 11. Oktober 2008

Unsere ersten Tage in Singapore

Unseren letzten Tag in Indien verbrachten wir von morgens um 7 bis abends um halb 11 im Zug. Ohne groessere Probleme gelangten wir nach einer letzten turbulenten Rikshawfahrt den Flughafen in Chennai, in welchem wir am einzigsten Essesstand unsere erste Mahlzeit an diesem Tag assen: ein Burgerbroetchen mit Salat,Pampe und einem schwarzen Haar. Der Flughafen in Chennai (immerhin viertgroesste Stadt in Indien) ist uebrigens schlimmer wie der hinterletzte Bahnhof in Deutschland...
Nach wenigen Stunden erreichten wir Hongkong. Dort gingen wir schnurstracks zum BurgerKing und kauften endlich wieder normale Fritten (die Mahlzeit im Flieger war nicht so gut gewesen). In Singapore waren wir dann wegen des 4 stuendigen Zwischenstopps deshalb erst um 18 Uhr.
Da wir kein Hotel vorgebucht hatten fragten wir den "netten" Herrn im Touristenbuero der uns ein besonders billiges Viertel vorschlug in dem viele Backpacker seien. Nach 4 Tagen merkten wir dann das es leider auch das Viertel war indem als Einzigstes in Singapur Prostitution erlaubt ist, die sich aber hier sehr dezent im Hintergrund haelt (weder Nachtclubs noch aehnliche Etablissments und die Maedels laufen hier auch in der Innenstadt im Minirock rum). Einzigste Annzeichen: in unserm Hotel standen ueberwiegend Gaeste aus Singapur im Gaestebuch, davor standen ueberwiegen viel zu teure Autos und alle Geschaefte und Restaurants hatten 24 Stunden offen. So direkt haben wir zwar nicht mitbekommen das unser Hotel vorallem stundenweise gebucht wurde, ausgezogen sind wir aber trotzdem. (Hotel war zwar sehr guenstig und sauber aber wir wollten nicht noch mehr von den Geschaeften hier mitbekommen und der Ekel trieb uns dann frueh morgens in Richtung Little India, wo uebrigens die ganzen Backpacker sind die nicht auf das Touristenbuero gehoert haben.

Die restliche Zeit verbringt man hier in Einaufszentren, und davon gibt es hier Massen. Die meissten sind riesig und das beste daran sind die "Food Courts", die es glauben wir jedenfalls nur hier gibt da die Stadt irgendwann alle Imbissstaende und aehnliches von den Strassen in grosse Hallen in den Gebaeuden verlegt hat (wegen der besseren Hygene). Man bekommt dort einfach alles fuer umgerechnet ca. 1,50 Euro und es sieht irgendwie aus wie in einer riesigen Mensa in der sich an der Wand jeweils 2 Meter breit die Kuechen reihen.
Ausserdem kauften wir uns beide ein neues Outfit. Ebenfalls keine teure Anschaffung, wenn man wie wir einige Zeit sucht (man sollte halt durch die ueberwiegend teuren Laeden nur durchbummeln). Wir kamen uns naemlich in unseren nur duerftig mit Hand gewaschenen Kleidern etwas fehl am Platz vor.
Am zweiten Morgen (immer noch ahnungslos im ersten Hotel aufgewacht) gingen wir nach Chinatown. Dort bummelten wir durch die Gassen welche mit bunten Lampions geschmueckt waren und kauften mir Ohrringe (das Wasser in Indien hat mein einzig mitgenommenes Paar total verrosten lassen) & Markus eine Armbanduhr, weil wir inzwischen total das Zeitgefuehl verloren hatten (beide Handyakkus waren leer).


Julia und Markus

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Scharfe Brille Markus ;)

Grüße Flo L.