Mittwoch, 21. Januar 2009

Fluten und Skydiving





Fluten und Skydiving


Da wir Dank Wicked Travel (die chaotische Organisation mit der wir unsere saemtlichen Touren gebucht hatten) einig billige Uebernachtungsvouchers bekommen haben, beschlossen wir die fuer Mission Beach einzuloesen um ein wenig Geld auf der Strecke hoch zu Cairns zu sparen. Wir bekamen auch unsere erste Nacht in einem zur Abwechslung richtig schoenen Hostel fuer umgerechnet 8 Euro. Allerdings begann es in der Nacht zu regnen. So heftig, dass am naechsten Morgen auf Grund von Ueberflutungen kein Bus mehr fuhr und es goss den ganzen verflixten Tag in Stroemen.

Da wir unseren Anschlussbus nach Cairns daher vergessen konnten mussten wir gezwungenermasen in die Jugendherberge zurueck in der man uns nun allerdings nur noch ein ziemlich teures Doppelzimmer anbieten konnte (weiss der Teufel wie neue Leute in das Kaff kommen konnten wo doch alle Strassen ueberflutet waren).

Als uns (trotz wunderschoenen Sonnenschein) am folgenden Tag mitgeteilt wurde, dass immer noch kein Bus fahren wuerde, sassen wir ziemlich in der Patsche, denn wir wollten am naechsten Morgen in Cairns Skydiven (war auch schon vorgebucht). Also beschlossen wir einen privaten Bus zu nehmen, welcher leider arschteuer war, aber (welch Wunder) ohne Probleme (und nicht ein einziges mal durch Fluten) nach oben fahren konnte. In der Regenzeit sollte man wohl daher niemals in Queensland einen straffen Zeitplan haben – saemtliche Busse (sprich Greyhound & Premier) fahren naemlich nur, wenn die gesamte Strecke von Cairns nach Brisbane frei ist und nehmen keine Umwege in Kauf. Ganz nach dem Australischen Motto „No worries – wenn es heute nicht klappt vielleicht morgen!“.


Am naechsten Morgen holte uns der Shuttle vom Skydiveteam recht frueh ab und fuhr mit uns eineinhalb Stunden in die etwas laendlichere Gegend suedlich von Cairns. Die Einweisung hielt sich recht kurz. Wir bekamen einen kurzen Film gezeigt und uns wurde angeboten extra Hosen ueberzuziehen, falls wir Angst vor Grasflecken haetten (also nur eine Frage der Eitelkeit). Innerhalb von einer Minute erklaerte der Instructor, wie wir uns in der Luft zu verhalten haben und dann gings schon aufs Feld.

Mit einer kleinen Maschiene hoben wir mit unseren jeweiligen Tandemspringern ab und auf der Hoehe von 4000 Fuss kam bei uns das erste Mal die Frage auf, ob es noch ein Zurueck geben koennte. Trotz Bauchkribbelns konnten wir die Aussicht auf das Great Barrier Reef geniesen bis bei 14 Tausend Fuss die Tuer aufgeschoben wurde und wir (wohl eher rausgesogen wurden als) sprangen.

Wie sich das Fallen anfuehlt, laesst sich schwer beschreiben. Muss jeder selber ausprobieren. Das einzige, was wir euch sagen koennen ist, dass es im Endeffekt weniger schlimm ist als erwartet und ueberhaupt nicht in den Bauch geht, wie man das von einem freien Fall erwartet. Aber ihr solltet es unbedingt machen, wenn ihr die Gelegenheit bekommt!!!

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