Da jeder behauptete, Fiji waere einer der besten Plaetze Tauchen zu lernen, begannen am zweiten Tags unseres Inselaufenthaltes unseren Open Water Dive Kurs.
Unsere Diveinstructorin Hana war ganz witzig. Mit 22 hatte sie schon mehrere Tausend Stunden unter Wasser verbracht, was uns etwas Vertrauen in die Sache gab.
Wir bekamen ein dickes Lehrbuch, dessen 5 Kapitel wir in den naechsten Tagen per Tests wiedergeben mussten. Dann hatten wir etliche Uebungsstunden im flachen Wasser, welche normalerweisse in Schwimmbecken gemacht werden. Dadurch wurden wir zwar mit der neuen Atemweise bekannt gemacht, allerdings waren auch viele Uebungen dabei, deren Sinn man nicht immer verstand. Ausserdem wiederholte sich alles und wurde ein wenig nervig, doch wir mussten den Trainingsplan von PADI ordnungsgemaess durcharbeiten. Am schlimmsten war das staendige “Maske fluten” und dannach wieder aufsetzen und das Meerwasser rausbekommen da einem danach fuer 10 min. die Augen brennen. Ansonsten haben wir gelernt wie man seinen Inhalator unterwasser raus und reinbekommt oder eben den des Tauchpartners, wie man Auftaucht und wann man Pausen machen muss, wie man sein Equipment zusammenbaut und was halt sonst noch so dazugehoert.
PADI hat uebrigens ganz schlau das letzte Kapitel ihres Lehrbuches praktisch als Werbeflaeche benutzt. Man musste die verschiedenen weiterbildenden Kurse kennen, ihr Motto, etc... Und das wurde auch noch im Test abgefragt! Als ob es notwendiges Tauchwissen waere.
Wir hatten also insgesamt 5 flachwasser Trainingsstunden, vier Open Water Tauchgaenge und einen zusaetzlichen als Rabatt ausgehandelten Tauchgang. Ausserdem mussten wir einen dreiviertel stuendigen schlechten Film ueber jedes Kapitel anschauen und nebenher das gesamte 250 Seiten dicke Lehrbuch lernen. Ausserdem brachte man uns die Tauchtabelle bei – damit wir nicht falls wir alleine tauchen an der Dekompressions Krankheit erkranken.
Man bekommt schon manchmal ein mulmiges Gefuehl, wenn man da so in die Tiefe abtaucht und den Druck auf den Ohren spuert. Ausserdem haben wir immer sehr darauf geachtet gleichmaessig auszuatmen beim Auftauchen, dass unsere Lungen nicht platzen. Aber ansonsten waren die Open Water Tauchgaenge echt klasse. Wir haben auch einen Hai und eine Muraene gesehen und mit den Clownsfischen geboxt, welche als einzigen Fische wirklich aggressiv auf einen zuschwimmen, wenn man ihrer Annemone zu nahe kommt.
Somit schafften wir es vier Tage lang non stop unterwegs zu sein und bestanden schlussendlich unsere Pruefung mit Bravur!
Jetzt steht weiteren Tauchgaengen wohl nichts mehr im Weg – es ist naemlich um einiges billiger mit Zertifikat zu tauchen, da man nur eine Flasche mit Equipment ausleihen muss und keinen Lehrer mehr bezahlt.
Auf alle Faelle muss noch ein Nachttauchgang und ein Wracktauchgang folgen. Costa Rica soll auch ganz schoen unter Wasser sein.
Bilder von Fiji auch im vorigen Bericht "Fiji Time"
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