Samstag, 25. April 2009

Big Apple









Jetzt sind wir schon drei Tage in New York City und haben es nicht geschafft uns mal zu melden, was aber daran liegt, dass wir pausenlos unterwegs sind. Unser Hostel liegt ein wenig abseits, genau an der Grenze zwischen Harlem und Manhatten. Als wir das erste Mal die Strasse mit unseren Rucksaecken langgewandert sind muss ich gestehen, dass wir uns nicht sehr wohl gefuehlt haben, aber nachdem wir wissen wo die naechste Subway Station ist und da eigentlich immer viele Menschen hier unterwegs sind, sind auch die Bedenken verschwunden...

Den ersten Tag verbrachten wir kreuz und quer durch die Stadt rennend, jegliche bekannten Gebaeude anschauend. Da waeren zum beispiel die Freiheitsstatue, das Empire State Building, die Brooklyn Bridge mitsamt Skyline, die Kathedrale, das Chrysler Building, den Times Square, etc...

Ihr habt sicher schon genug ueber New York gehoert, daher lass ich das mal einen kurzen Bericht werden.

Am zweiten Tag waren wir ein bisschen Bummeln und am Nachmittag im Museum of Modern Art (MoMA). Also mit dem noetigen Kleingeld kann man hier Monate mit Shoppen verbringen.

Heute ging's dann in den Central Park (schaut euch die Bilder an, wie voll der war – schlimmer als jedes Freibad im Sommer nur kann man da nicht mal baden – nur sonnenbaden...) und davor haben wir uns noch ein Weihnachts- und Ostergeschenk zusammen gemacht: Markus hat den grossen und ich den kleinen Ipod Touch bekommen. Ein wirklich klasse Spielzeug fuer Grosse. Das Wetter hat sich uebrigens sehr geaendert: von einem bitter kalten Empfang hin zu einem 31 Grad wolkenlosen heissen Tag!


Morgen wollen wir ins Guggenheim Museum gehen. Das naechste Mal melden wir uns wohl schon aus Costa Rica...






Montag, 20. April 2009

Viva Las Vegas










Also zuerst das Wichtigste: Nein, wir sind nicht verheiratet und ja, wir haben unser Geld noch, was wahrscheinlich die einzigen 2 Vorzuege sind, wenn man in der Hauptstadt des Entertainment noch keine 21 ist und weder gambeln noch trinken kann. Deswegen steht fuer uns auch schon fest, dass uns Las Vegas nicht zum letzten Mal gesehen hat. Langweilig war uns in den zwei Tagen trotzdem nicht, denn man denkt gar nicht wie schnell man hier den Tag und die halbe Nacht totschlagen kann.
Also angekommen sind wir gestern gegen 6 Uhr nachmittags nach 4 Stunden Fahrt durch die Wueste und dann wie aus dem Nichts tauchte endlich Las Vegas am Horizont auf. Unser Hotel liegt fast direkt am beruehmten Strip, gleich neben dem Hooters Casino (ja auch die haben hier ein Casino stehen) und hinterm MGM Grand. Dank Guter Lage haben wir auch gleich die erste Nacht damit verbracht, durch die "naeheren" Casinos zu laufen und uns die ersten kostenlosen Attraktionen und Shows anzusehen. Die meisten Casinos kennt man aus dem Fernsehen oder zumindest vom Namen, trotzdem kann man beim ersten Anblick nicht ganz glauben, was man sieht. Angefangen haben wir also im MGM Grand, was (wie alle anderen Casinos am Strip) viel groesser ist, als man sich vorstellen kann und man fragt sich staendig woher die Massen an Besuchern kommen die an den endlosen Reihen von Slotmaschienen sitzen. Schon die Lobby (auch wie bei allen andern) ist riessig. Unsere Befuerchtung, staendig als Touri aufzufallen legte sich schnell nach dem man sieht wie die restlichen Menschen hier rumlaufen (Anzuege sieht man schon, aber immer von knallbuntem Tourioutfit bis manchmal sogar Jogginghose umrahmt). Im MGM haben wir uns dann noch den Loewenkaefig angeschaut und sind dann weiter zum New York, New York, was das 'Best of Manhatten' im Kleinformat ist, inklusive Brooklin Bridge und Freiheitsstatue. Weiter ging's dann zum Bellagio, wo wir uns gleich zwei Mal die beruehmte Fontainen Show ansahen. Gegenueber liegt das Paris Las Vegas mit dem Eifelturm und Triumphbogen; eins weiter kommt das Cesars Palace (alles sehr schoen roemisch). So setzten wir unsere Tour fort und sahen uns fast alle grossen Casinos (mit zugehoeriger atemberaubender Hotellobby) von aussen und innen an.
Heute mussten wir den Rest noch nachholen, den wir gestern nicht geschafft hatten. Zudem waren wir bei allen kostenlosen "Aussen Shows" wie den Sirens of Tresure Island (aufgebaut wie ein Kurzmusical) und dem Mirage Vulkan (der stuendlich 'ausbricht' - Wasser und Feuershow). Die Ausmasse der Casinos ist unglaublich (weswegen man auch min. 2 bis 3 Stunden braucht um den Hauptteil des Strips abzulaufen und noch viel laenger, wenn man in alle reinlaeuft) und von der Architektur und der Gestaltung der Innenraeume braucht man gar nicht erst anzufangen, besonders bei den Themen Casinos. Irgendwie ist das ganze Spektakel "Las Vegas" auch ein bisschen idiotisch, wir finden's aber trotzdem super hier. So haben wir also neben den schon aufgezaehlten Casinos noch das Luxor, das Exkalibur, das Circus Circus (inklusive kostenloser Trapetznummer), das Maldalay, das Tresure Island, das Venecia (mit Gondeln auf dem See davor), das Planet Hollywood, das Bayley's, das Flamingo, das Mirage, das Wynn, das Encore, etc.... bewundert und somit den ganzen Tag mit Laufen verbracht.
Am Abend waren wir noch in Downtown Las Vegas was zwanzig Minuten mit dem Bus entfernt liegt und wo sich die aelteren Casinos befinden. Dort findet man auch die typischen Neonlichter an den kompletten Gebaudewaenden und die Fremont Experience Street, die ueber 2 Bloecke komplett ueberdachte Strasse zwischen den 4 bekantesten Casinos. An der Unterseite der riessigen Komplettueberdachung befinden sich tausende LCD Leuchten, sodass man von der Fussgangerzonen breiten Strasse einen gut 400 Meter langen und 30 Meter breiten Fernseher ueber sich hat auf dem jede Stunde eine 10 minuetige Musikshow lauft. Wahnsinn!
Es war wieder super warm hier, also vergessen wir mal den Schnee der letzten Tage. Heute Abend geht's mit dem Greyhound zurueck nach San Francisco und dann fuer einige Tage nach New York.

Sonntag, 19. April 2009

Bryce Canyon & Zion National Park












Die letzten zwei Tage beendeten wir unsere Rundreise und vervollstaendigten unsere Liste der Canyons. Leider liegt der Bryce Canyon so hoch, dass es wieder super kalt wurde und Schnee lag. Der Bryce Canyon sieht wieder total anders aus als alle Canyons zuvor und war sehr beeindruckend (eigentlich der schoenste von allen). Die Nacht leisteten wir uns zu fuenft eine Campingplatzhuette, da bei minus Fuenf Grad es uns zu kalt zum zelten war. Gluecklicherweise durften wir das Hotelpool benutzen und konnten das erste Mal in den letzten zwei Wochen wieder in einem geheizten Raum zu Abend essen.

Der Zion Nationalpark hatte eine gewisse Aehnlichkeit mit dem Yosemite, zumindest was die steilen Waende am Talrand angeht. Diese waren dann zwar eher rot statt grau dafuer war er genau so beliebt, aber zu ueberfuellt.

Jetzt sind wir in Las Vegas. Total abgedreht! Bald kommt der naechste Eintrag...

Donnerstag, 16. April 2009

Arches Nationalpark & Canyonlands












Gestern sind wir in Moab angekommen was sehr an Queenstown in Neuseeland erinnert. Viele junge Leute und ein riessiges Adventure und Outdoor Tour Angebot. Am ersten Tag sind wir auch gleich in den Arches National Park, wo man noch deutlich die Spuren der letzten Nacht sehen konnte. Da das gesamte Colorado Plateau, auf dem wir uns befinden, mehr oder weniger aus Wueste besteht war die Luft noch sehr staubig vom Sandsturm am Abend zuvor und es sah irgendwie aus wie braungrauer Nebel, der den ganzen Tag bleib. Erst gegen Abend wurde die Luft gereinigt da es anfing zu schneien und zu regnen. Der "dreckige" Regen hinterlies dafuer seine braunen Spuren auf den Autos und unserer Kleidung. So war auch unsere Sichtweite erheblich eingeschrenkt, trotzdem schauten wir uns die vielen natuerlichen Felsenbruecken und Fenster im Park an. Auf dem Fotos sieht man den vielen Staub im Himmel obwohl ich bevorzugt mit gelbfilter fotografiert hab da sonst alles drist und grau gewesen waere.

Canyonlands Nationalpark ueberaschte uns dagegen mit super Wetter obwohl es ueberall um uns herum schneite doch gluecklicherweise blieben wir den ganzen Tag im Wolkenloch. Canyonlands erinnert sehr an den Grand Canyon ist aber weniger bekannt und man sieht im Gegensatz zum Grand Canyon nicht vom Rand hinein, sonder von einem Plateau auf die flache Ebene in der ploetzlich die Canyon Waende in die Tiefe abfallen. Nach 5 Tagen im Colorado River Gebiert kommt einem die Landschaft zwar langsam bekannt vor trotzdem sieht jeder Park anderst aus. Auf dem Rueckweg waren wir noch schnell im Death Horse Point State Park und schauten uns die 2 Viewpoints an. Meine Kamera funktioniert uebrigens immernoch nicht richtig weswegen manche Bilder wieder sehr unscharf sind.

Monument Valley








Monument Valley sollte wohl jeder kennen, nachdem wir eine Liste mit ueber 50 Filmen gesehen haben, die hier gedreht wurden. Als wir hier ankamen mussten wir uns erst mal entscheiden wo wir campen wollen, da der Rest unserer Truppe an einer Tour teilnahm, die ueber Nacht ging. Da wir ohne Auto nicht auf dem ausserhalb liegenden Campingplatz wollten, weil sich unser Besuch sonst auf 2 Stunden reduziert haette, beschlossen wir auf dem Campingplaz im Park zu uebernachten, der nur aus einem Plateau bestand und weder Toiletten noch Duschen besass. Nachdem wir ungefaehr drei Stunden gewandert waren und im Souveniershop waren (was das einzige oeffentliche Gebaeude ist und 15 Min. Fussweg vom Campinplatz entfernt liegt) gingen wir also zurueck zu unserem Zelt (um 9 Uhr abends). Ungluecklicherweise stand uns eine nicht sonderlich erhohlsame Nacht bevor, da sich ein kleiner, nennen wir es mal Sandsturm, anbahnte. Als es also Dunkel wurde und wir alleine auf dem Campingplaz in unserem Zelt sassen, merkten wir relativ bald, dass es wohl nicht sehr gemuetlich werden wuerde. Was uns eher Sorgen bereitete war, dass wir nur eine Minitaschenlampe hatten, es finstere Nacht war, kein Gebaeude weit und breit und wir keine Ahnung hatten, was wir machen, wenn unser Zelt wegfliegt (denn laut Wetterbericht koennte es noch Gewittern). Nach 2 Stunden im Zelt fing es dann an irgendwann Sand durch die Ritzen zu druecken und unser Zeltplane begann auf Grund heftiger Boehen erheblich in alle Richtungen zu zerren. Ausserdem wurde durch das Flatternn ein extrem lautes Brummen erzeugt, dass man mit ziemlicher Sicherheit nicht ein Auge zumachen konnte und einem ganz schoen mulmig zumute wurde. Deshalb beschlossen wir das naechste Gebaeude aufzusuchen und unser Zelt seinem Schicksal zu ueberlassen. Zum Glueck packten wir noch die Kuehldruhen ins Zelt, sonst waere es am naechsten Tag wahrschenlich weg gewesen. Wir spazierten also zwanzig Minuten ins naechstgelegene (und sauteure) Hotel und beschlossen uns in der Lobby zu verkruemmeln und so wenig wie moeglich aufzufallen, um nicht rausgeschmissen zu werden. Doch nach einer Stunde beschlossen wir lieber hoeflich zu fragen, ob wir die Nacht hier bleiben duerften. Die Frau war sehr verstaendnisvoll und sagte, dass das gar kein Problem waere, da sie sich vorstellen koennte, dass das Wetter noch schlimmer wuerde. 5 Minuten spaeter kam sie dann zu uns sagte uns, dass wir ein freies und schon bezahltes Zimmer haben koennten (ein Gast war nicht gekommen). Dummerweise waren wir ueber das Angebot so verdutzt, dass wir erst mal dankend ablehnten, da wir nicht schnallten, dass wir gerade eingeladen wurden in einem 260Dollar Zimmer fuer umsonst zu uebernachten. Nachdem wir begriffen, was man uns da gerade sagte, beschlossen wir nochmal nachzufragen und ihr ein ziemlch gutes Trinkgeld anzubieten, dass sie allerdings nicht annehmen konnte. Daher einigten wir uns (auf Grund unseres Stolzes und weil wir ja doch nicht soo arm sind) darauf 60 Dollar fuer ein MiniRaum zu bezahlen, fuer den es leider keinen Schluessel gab, sodass wir dann doch noch das riesige Zimmer bekamen. Unser Zelt hat uebrigens ueberlebt, auch wenn sogar im Hotel die Scheiben gewackelt haben, es war nur ziemlich voll mit Sand und eine Stange war verrutscht. Wenigstens haben wir es mal wieder geschafft in ein anstaendiges Hotel zu kommen waehrend die Uebernachtungstour uns das Doppelte gekostet haette und wir dort dem Boden im Schlafsack geschlafen haetten. Ansonsten war unser Aufenthalt im Monument Valley mal wieder sehr beeindruckend nur leider hat meine Kamera angefangen keine scharfen Bilder mehr zu machen, was bis heute nicht aufgehoert hat.