Donnerstag, 16. April 2009

Monument Valley








Monument Valley sollte wohl jeder kennen, nachdem wir eine Liste mit ueber 50 Filmen gesehen haben, die hier gedreht wurden. Als wir hier ankamen mussten wir uns erst mal entscheiden wo wir campen wollen, da der Rest unserer Truppe an einer Tour teilnahm, die ueber Nacht ging. Da wir ohne Auto nicht auf dem ausserhalb liegenden Campingplatz wollten, weil sich unser Besuch sonst auf 2 Stunden reduziert haette, beschlossen wir auf dem Campingplaz im Park zu uebernachten, der nur aus einem Plateau bestand und weder Toiletten noch Duschen besass. Nachdem wir ungefaehr drei Stunden gewandert waren und im Souveniershop waren (was das einzige oeffentliche Gebaeude ist und 15 Min. Fussweg vom Campinplatz entfernt liegt) gingen wir also zurueck zu unserem Zelt (um 9 Uhr abends). Ungluecklicherweise stand uns eine nicht sonderlich erhohlsame Nacht bevor, da sich ein kleiner, nennen wir es mal Sandsturm, anbahnte. Als es also Dunkel wurde und wir alleine auf dem Campingplaz in unserem Zelt sassen, merkten wir relativ bald, dass es wohl nicht sehr gemuetlich werden wuerde. Was uns eher Sorgen bereitete war, dass wir nur eine Minitaschenlampe hatten, es finstere Nacht war, kein Gebaeude weit und breit und wir keine Ahnung hatten, was wir machen, wenn unser Zelt wegfliegt (denn laut Wetterbericht koennte es noch Gewittern). Nach 2 Stunden im Zelt fing es dann an irgendwann Sand durch die Ritzen zu druecken und unser Zeltplane begann auf Grund heftiger Boehen erheblich in alle Richtungen zu zerren. Ausserdem wurde durch das Flatternn ein extrem lautes Brummen erzeugt, dass man mit ziemlicher Sicherheit nicht ein Auge zumachen konnte und einem ganz schoen mulmig zumute wurde. Deshalb beschlossen wir das naechste Gebaeude aufzusuchen und unser Zelt seinem Schicksal zu ueberlassen. Zum Glueck packten wir noch die Kuehldruhen ins Zelt, sonst waere es am naechsten Tag wahrschenlich weg gewesen. Wir spazierten also zwanzig Minuten ins naechstgelegene (und sauteure) Hotel und beschlossen uns in der Lobby zu verkruemmeln und so wenig wie moeglich aufzufallen, um nicht rausgeschmissen zu werden. Doch nach einer Stunde beschlossen wir lieber hoeflich zu fragen, ob wir die Nacht hier bleiben duerften. Die Frau war sehr verstaendnisvoll und sagte, dass das gar kein Problem waere, da sie sich vorstellen koennte, dass das Wetter noch schlimmer wuerde. 5 Minuten spaeter kam sie dann zu uns sagte uns, dass wir ein freies und schon bezahltes Zimmer haben koennten (ein Gast war nicht gekommen). Dummerweise waren wir ueber das Angebot so verdutzt, dass wir erst mal dankend ablehnten, da wir nicht schnallten, dass wir gerade eingeladen wurden in einem 260Dollar Zimmer fuer umsonst zu uebernachten. Nachdem wir begriffen, was man uns da gerade sagte, beschlossen wir nochmal nachzufragen und ihr ein ziemlch gutes Trinkgeld anzubieten, dass sie allerdings nicht annehmen konnte. Daher einigten wir uns (auf Grund unseres Stolzes und weil wir ja doch nicht soo arm sind) darauf 60 Dollar fuer ein MiniRaum zu bezahlen, fuer den es leider keinen Schluessel gab, sodass wir dann doch noch das riesige Zimmer bekamen. Unser Zelt hat uebrigens ueberlebt, auch wenn sogar im Hotel die Scheiben gewackelt haben, es war nur ziemlich voll mit Sand und eine Stange war verrutscht. Wenigstens haben wir es mal wieder geschafft in ein anstaendiges Hotel zu kommen waehrend die Uebernachtungstour uns das Doppelte gekostet haette und wir dort dem Boden im Schlafsack geschlafen haetten. Ansonsten war unser Aufenthalt im Monument Valley mal wieder sehr beeindruckend nur leider hat meine Kamera angefangen keine scharfen Bilder mehr zu machen, was bis heute nicht aufgehoert hat.

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