Canopy Tour
Eigentlich hatten wir uns in Monteverde gegen eine Canopy Tour entschieden, da wir heute aber zu spaet fuer den Bus nach Tortugero aufgestanden sind mussten wir noch einen Tag laenger hier bleiben. Daraufhin hat uns unser netter Hotelbesitzer, der selbst titulierte Mr. Lava Lava, der bei dieser Gelegeheit mal lobend erwaehnt werden sollte (das Hotel heisst uebrigens Gringo Petes 2, falls sich ausser unserer Freunde und Familie doch mal ein anderer Reisender beim Suchbegriff “La Fortuna Costa Rica” auf Google Seite 3425 auf unseren Blog verirren sollte) eine Canopy Tour empfohlen. Also entschieden wir uns mal wieder spontan um, denn diese Perle des Costa Ricanischen Massentourismus wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Zu unserer Ueberraschung gab es hier in La Fortuna auch schon ueber fuenf Anbieter und damit sogar noch mehr als in Monteverde (dem Erfindungsort). Deshalb viel uns die Entscheidung nicht sehr schwer und da wir in den letzten 7 Monten unsere Liebe zu Aktivitaeten die irgendwas mit dem tragen von “Harnessen” (endlich hab ich rausgefunden wie die Trage/Klettergeschirr Dinger heissen die so unangenehm fuers Gemaecht sind) entdeckt haben wussten wir schon dass wir uns mal wieder richtig entschieden haben. Wer von euch uebrigens keine Ahnung hat was Canopy ist (was jeder sein duerfte ausser Simon) dem sei das ganze Specktakel mal kurz erklaert. Canopy wurde wie schon gesagt in den Nebelwaeldern von Monteverde erfunden aus dem einfachen Grund dass sich das meiste Leben im Regenwald in den Baumkronen abspielt. Dafuer gibt es mittlerweile ueberall in Costa Rica Plattformen in den Baeumen, Haengebruecken, Skywalks und eben Canopy Touren bei denen man nichts anderes macht als an Drahtseilen befestigt von Plattform zu Plattform tarzanmaessig durch den Jungel zu gleiten. Der ganze Zirkus gehoert eigetlich in die Spalte “Oekotourismus” hat aber nicht wirklich viel damit zu tun da die einzige Chance ein Tier aus der Naehe zu sehen darin besteht mit einem Vogel zusammenzustossen ansonsten geht alles viel zu schnell und die Seile befinden sich mittlerweile meistens ueber den Baeumen, statt zwischen ihnen. Ausserdem bleibt fraglich ob es so gut fuer die Tierwelt ist jeden Tag 50 kreischende Touris durch die Waelder zu jagen und ueberteuert ist das Ganze auch noch, warum macht man das also? Weils wirlklich sauwitzig ist an ueber 3km Gesamtseillaenge verteilt auf 10 Plattformen und in teilweise 100 Metern Hoehe durch, ueber oder unter den Baeumen durchzurasen. Zudem gehen die zwei laengsten Seile (800 und 900 Meter) genau ueber den La Fortuna Wasserfall und bei den schnelleren Seilen bekommt man gute 40 bis 50 km/h drauf. Ausserdem war es fuer uns ein sehr bequemer Weg (auf dem Traktoranhaeger statt zu Fuss) mal etwas weiter in den Regenwald zu kommen der hier wirklich ueberall sehenswert ist. Die ganze Tour hat uebrigens gute 3 Stunden gedauert und war echt sehr lustig.
Fazit lautet also: Sobald man Unterlassungserklaerungen im Todesfall unterschreiben (was bei uns sicher schon die 6te oder 7te sein duerfte) und sich in einen geliebten “Harness” zwaegen muss kann man davon ausgehen sein Geld lohnend investiert zu haben.
Pferderitt zurueck, Frosch und Schmetterlings Garten gabs uebrigens gratis dazu...
Morgen gehts dann endlich nach Tortugero mit voraussichtlich 5 verschiedenen Bussen, einem Boot und wahrscheinlich guten 10 Stunden Reisezeit. Ob wir ankommen weiss ich nicht....
kurzes Update: wir sind nicht angekommen obwohl wir um halb 5 morgens aufgestanden sind, soviel also zur Costa Ricanischen Puenktlichkeit (7 Stunden gewartet und keinen Anschlussbus bekommen). Morgen also nochmal 3 Stunden Bus und Boot um halb 6 morgens. Die 12 Stunden Strecke koennte man uebrigens auf der A3 in guten eineinhalb fahren.
1 Kommentar:
Na, dies wird dann der ultimativ letzte Gruss in der Spalte "Kommentare" von mir sein.
Bis bald in der schönen Schweiz =)
Medi
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